Ostersonntag (21.04.2019)

Predigttext: Johannes 20,11 – 18

„Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden!“ Dies feiert die Christenheit seit über 2.000 Jahren nicht nur Dank der Auferweckung Jesu von den Toten, sondern auch, weil das Zeugnis unserer Vorfahren bewahrt worden ist.

Maria Magdalenas Ostererfahrung, die der Predigttext erzählt, lädt uns zum Mitfreuen ein. Der Glaube an die Auferstehung ruht eben nicht allein auf unseren Schultern, sondern wird von einer langen Kette vergangener Generationen getragen bis heute.

  

Ostersonntag 2019

von Pastor Björn Schneidereit in St. Thomas Lübeck

Karfreitag (19.04.2019)

Predigttext: Johannes 19,16 – 30

Karfreitag. Jesus neigte sein Haupt und verschied. Wo ist Gottes Allmacht in diesem Leiden? Die Predigt schaut auf Karfreitag ohne die Osterfahrung der Auferstehung, und entdeckt das Ende eines allmächtigen Gottesbildes, das Gewaltherrschaft beinhaltet – jedoch wird die allmächtige Liebe umso deutlicher, die bis heute in dunkelsten Stunden aufleuchtet.

Karfreitag 2019

von Pastor Björn Schneidereit in St. Thomas Lübeck

Judika (07.04.2019)

Predigttext: Johannes 18,28 – 19,5

Machterhalt und Wahrheit sind Kräfte, die gegen einander streiten können. Wer aus diesem Kampf als Sieger hervorgeht und wer als Geschlagener, zeigt der heutige Predigttext. Wer hingegen den Willen Gottes folgt wird ebenso deutlich.

„Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“

Judika 2019

von Pastor Björn Schneidereit in St. Thomas

Reminiscere (17.03.2019)

Predigttext: Johannes 16, 14-21 (wurde bereits als Evangelium des Sonntags im Gottesdienst gelesen)

Die Liebe Gottes zur Welt stößt laut dem Evangelisten Johannes auch auf Ablehnung von Menschen, welche die Finsternis bevorzugen. Kann das wahr sein? Die Predigt führt diese bittere Erkenntnis mit aktuellen Nachrichten vor Augen.

Reminiscere 2019

von Pastor Björn Schneidereit in St. Thomas

Estomihi (03.03.2019)

Predigttext: Lukas 10,38-42

Das Wort „Team“ ist angeblich die Abkürzung für: Toll ein anderer machts‘. Diese ironische Auslegung des Wortes für Zusammenarbeit könnte Martha im heutigen Predigttext aus dem Herzen sprechen. Sie müht sich ab, Jesus als Gast in ihrem Haus zu bewirten, während ihre Schwester Maria in seliger Ruhe Jesu Worten lauscht. Wie die Sache ausgeht und was uns Jesu Schiedsspruch zu sagen hat, erfahren Sie in der Predigt.

4. Sonntag vor der Passionszeit (10.02.2019)

Predigttext: Markus 4,35-41

Der Predigttext ist gleichzeitig das Evangelium des Sonntags und wurde daher bereits vor der Predigt gelesen.

„Lebensstürme“ sind vielen Menschen bekannt. Krisen oder Schicksalsschläge können dabei eine Anfechtung für den Glauben an Gott sein. Die Auslegung der Predigt deutet das Boot der Jünger jedoch nicht als individuelles „Lebensboot“ eines Menschen, sondern als „Schiff, das sich Gemeinde nennt“ und verkündigt mit dem Evangelisten Markus: Jesus ist an Bord, daher wird Kirche nicht untergehen. 

4. Sonntag vor der Passionszeit 2019

von Pastor Schneidereit in St. Thomas Lübeck

2. Sonntag nach Epiphanias (20.01.2019)

Predigttext: Römer 12, 9-16

Der Apostel Paulus zeichnet uns mit seinen Worten ein wunderbares Bild von Gemeinschaft vor Augen. Die Predigt sieht darin mehr als fromme Träumerei und ermutigt auch mit Erkenntnissen der modernen Psychologie dazu, Paulus Aufruf zu folgen:

„Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde Böses mit Gutem.“ 

2. Sonntag nach Epiphanias 2019

von Pastor Björn Schneidereit in St. Thomas Lübeck

Epiphanias (06.01.2019)

Predigttext: Matthäus 2, 1-12

Wo Licht ist, gibt es auch Schatten. Dem Stern, der die Weisen aus dem Morgenland zur Krippe führte, kommt eine merkwürdige Doppelrolle zu, konstatiert die Predigt. Die weisen Astrologen landen erst bei Herodes, der das Licht der Welt, Jesus Christus, auslöschen will. Der Evangelist zeigt uns mit seiner Erzählung, dass die Kunst des Sterndeutens in der Geburt Jesu ihren Ziel und Endpunkt gefunden hat. Fortan ist Christus der Fixpunkt unseres Lebens, der uns zum Heil geleitet.

Epiphanias 2019

von Pastor Björn Schneidereit in St. Thomas Lübeck

Altjahresabend (31.12.2018)

Predigttext: Jesaja 51, 4-6

Wünsche für das neue Jahr gibt es viele: Gesundheit, Erfolg, Glück, eine neue Liebe, Aufstieg im Beruf, weniger Stress oder mehr Zeit für die schönen Seiten des Lebens.

Die Predigt formuliert in Anbetracht der Weltlage und in Anlehnung an Dietrich Bonhoeffer einen theologischen Neujahrswunsch. Den Wunsch nach einer neuen Sprache über Gottes Wesen. Eine prophetische Sprache, unter der sich diese Welt erneuert und verändert.

Altjahresabend 2018 in St. Thomas Lübeck

von Pastor Björn Schneidereit

Heiligabend (24.12.2018)

Predigttextbezüge:Lk 2,1-20 / Mt 1,18-25 / Jesaja 9,1-6

Heilige Nacht, sprich zu uns Dein mächtiges

„Fürchte dich nicht.“

Wohin uns das Leben auch führt,

welch Glaube auf unserem Weg zerbricht,

Du Heilige Nacht bringst uns jedes Jahr 

ins Seelengleichgewicht.

Heiligabend 2018

von Pastor Björn Schneidereit in St. Thomas Lübeck

3. Advent (16.12.2018)

Predigttext: Römer 15,4-7

„Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land?“. Wie sich diese Frage aus dem Märchen Schneewittchen auf unser Selbstwertgefühl auswirkt und was wir von den Engeln Gottes lernen können, die im Licht Gottes singen, wird in der Predigt miteinander in Beziehung gesetzt. 

3. Advent 2018

von Pastor Björn Schneidereit in St. Thomas Lübeck

2. Advent (09.12.2018)

Predigttext: Jesaja 35,3-10

Propheten sind wie Engel. Sie überbringen den Menschen Botschaften des Himmels, sind Sprachrohr Gottes für die Welt. Jesaja schenkt dem Volk Gottes in einer Krisensituation Inspiration durch Religion. Wer vor dem Abgrund steht, findet in der Anbindung zu Gott eine Kraft, die aus der Tiefe in die Höhe zieht.

2. Advent 2018

von Pastor Björn Schneidereit St. Thomas Lübeck

1. Advent (02.12.2018)

Predigttext: Jesaja 9,1-6

sowie Anspiel der Konfirmand*innen 

Sehnsucht zu spüren kennen viele Menschen. Das Gefühl hinter einer Sehnsucht ist meist kein angenehmes. Es wird etwas erwartet, was noch nicht da ist.  Das Herz hegt Wünsche, deren Erfüllung ungewiss sind. Die Predigt führt vor Augen, dass Sehnsucht neben dem ohnmächtigen Warten und Wünschen auch eine Kraft zum Aufbruch in sich birgt. 

1. Advent 2018

von Carolin Höft, Jugenddiakonin der Region St. Gertrud / Marli

Ewigkeitssonntag mit Totengedenken (25.11.2018)

Predigttext: Matthäus 25,1-13

„Ars moriendi“, die Kunst des Sterbens, ist eine Literaturgattung aus dem Spätmittelalter. Mitten im Leben vom Tod durch Seuchen und Kriege umgeben, machten sich Menschen Gedanken, wie ein gutes Sterben vorbereitet werden könnte.

Auch Martin Luther schrieb einen „Sermon von der Bereitung zum Sterben“. In Verbindung mit Jesu Gleichnis von den klugen und törichten Jungfrauen versucht die Predigt Impulse für heute zu gewinnen, denn unser Sterben ist gewiss.  

Volkstrauertag  (18.11.2018)

Predigttext: Jesaja 58, 7-10

Am Volkstrauertag erinnern sich Menschen an die unzähligen Opfer der beiden Weltkriege und an die Opfer von Krieg und Terror unserer Tage. Die Predigt stellt heraus, dass diese Erinnerungskultur bleibend wichtig ist, jedoch allein nicht ausreicht, um Hass aus den Herzen und Köpfen zu verbannen. Daher gilt es mit Bonhoeffer gesprochen, nicht nur die Opfer unter dem Rad zu verbinden, sondern dem Rad selbst in die Speichen zu fallen. Menschen brauchen Brot und Bedeutung, um der Versuchung zum Bösen nicht zu erliegen. Die Kirchen stehen als Teil der Gesellschaft in der Verantwortung ihren Beitrag zu leisten, um neben dem Erinnern auch das Bedürfnis nach Brot und Bedeutung zu stillen.

23. Sonntag nach Trinitatis (04.11.2018)

Predigttext: Lukas 15, 11-32

Das Gleichnis Jesu aus dem Lukasevangelium wird oft als „Das Gleichnis vom verlorenen Sohn“ betitelt. Was bedeutet es im Sinne der Geschichte, verloren zu sein? Die Predigt stellt heraus, dass der Sohn sein „Ich“ in der Verkleidung zum reichen Jüngling wie in der Verkleidung zum Schweinehirten verliert.  Doch in der Nähe der Liebe Gottes, müssen alle Verkleidungen weichen – übrig bleibt das „wahre Ich“: Die Gotteskindschaft.

Singspiel zum "Verlorenen Sohn" am 23. Sonntag nach Trinitatis

von Pastor Björn Schneidereit in St. Thomas Lübeck

22. Sonntag nach Trinitatis (28.10.2018)

Predigttext: Römer 7,14-25a

Paulus Aussage, dass der unerlöste Mensch Gutes will, doch aufgrund der Sünde nur Böses tut, begegnet die Predigt mit Worten des Kirchenvaters Gregor von Nazianz, die sinngemäß lauten: „Nur was geliebt wird, kann sich verwandeln.“ Daher gilt es auch den Sünder in uns nicht zu verurteilen, sondern ihn ins Meer der Liebe Gottes zu versenken.

22. Sonntag nach Trinitatias 2018

von Pastor Björn Schneidereit in St. Thomas Lübeck

21. Sonntag nach Trinitatis (21.10.2018)

Predigttext: Jeremia 1,1.4-7.10-12

Manchmal muss man schmerzlich etwas zurücklassen, Trauer über Verlorenes überwinden, damit Zukunft möglich wird. Das Prophetenwort des Jeremia ermutigte vor Jahrtausenden die nach Babel verschleppten Israeliten nicht nur dazu, ihr Schicksal anzunehmen, sondern es aktiv zu gestalten – die Predigt entdeckt darin auch ein Trostwort für heute. 

20. Sonntag nach Trinitatis (14.10.2018)

Predigttext: 1. Korinther 7,29-32

Warten auf die Wiederkehr Jesu. Paulus war darauf begierig und fokussiert. Wie sehr beschäftigt uns das im Jahr 2018? Und was hat das Kinderspiel „Ich packe meinen Koffer“ damit zu tun, den Himmel auf Erden zu verpassen? Die Predigt gibt (eine) Antwort.

20. Sonntag nach Trinitatis 2018

von Pastor Björn Schneidereit in St. Thomas Lübeck

Erntedank 2018 (30.09.2018)

Predigttext: 1. Timotheus 4, 4-5

Erntedank. Welchen Stellenwert hat dieses Kirchenfest in unserer Gesellschaft für heute noch? Einen zu geringen, konstatiert die Predigt und verkündigt, dass Erntedank ein wichtiger Impuls ist, um sich nicht gefangen nehmen zu lassen vom sich ausbreitenden Geist des Frustes.

17. Sonntag nach Trinitatis (23.09.2018)

Predigttext: Jesaja 49,1-6

Was hat der aus Funk und Fernsehen bekannte Wissenschaftsmoderator und Physiker Rangar Yogeshwar mit dem Propheten Jesaja gemeinsam? In der Predigt am 17. Sonntag nach Trinitatis wird deutlich, dass Menschen, die Licht und Hoffnung verbreiten wollen, manchmal auch ein Tal des Frustes durchschreiten müssen, um zu begreifen: Wenn sich die Dunkelheit ausbreitet, zählt jedes (kleine) Licht.

17. Sonntag nach Trinitatis 2018

von Pastor Björn Schneidereit in St. Thomas Lübeck

                           

16. Sonntag nach Trinitatis (16.09.2018)

Predigttext: Aostelgechichte 12,1-11

Erschreckend aktuell sind die Vorgehensweisen des König Herodes mit Blick auf Despoten unserer Zeit, die ihre Macht durch Menschen, die für die Wahrheit einstehen, leicht bedroht fühlen und nicht zögern, diese durch Inhaftierung mundtot zu machen. Der Fokus des Textes soll aber nicht durch einen Bezug zur Aktualität untergehen. Dieser Fokus liegt im Kampf der Gemeinde, der nicht durch Waffengewalt, sondern in der Fürbitte besteht, und im Ringen mit den eigenen Zweifeln.

Predigt am 16. Sonntag nach Trinitatis 2018

von Pastor Björn Schneidereit in St. Thomas Lübeck